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Diese Skills brauchen Sie für die digitale Transformation

Photo by Miguel Bruna on Unsplash



Welche Kompetenzen braucht ein digital Leader?
Welche Tools und Methoden muss man beherrschen?
Und welches Mindset ist erforderlich?
Das sind wohl die häufigsten Fragen, die ich zum Thema digital Leadership gestellt bekomme. Diese sind auch ausreichend mit Büchern, Blogartikeln, Podcasts oder Videos abgedeckt. Verständlich. Das sind konkrete Maßnahmen, die lernbar und recht schnell umsetzbar sind. Die Grundlagen sind, wie überall auch, wichtig.

Letztendlich ist das jedoch „nur“ eine nette Verpackung. Der Inhalt ist aber deutlich interessanter und auch nachhaltiger.

Tools und Methoden können Sie lernen und diese sind dann auch recht schnell angewendet. Die eigentliche Grundsubstanz für einen funktionierenden und erfolgreichen Change Prozess liegt letztendlich bei den Schlüsselkompetenzen, den Soft Skills.

Warum Hard Skills nicht ausreichen


Weil jegliches Tool, wie Scrum oder Design Thinking nur nette Fassade sind, wenn sie wegen eines aufgezwungenen Bedarfes in Organisationen eingeführt werden. Arbeit ist und bleibt, auch oder besser trotz digitalen Wandels ein soziales Thema. Und das wächst oder stirbt mit der Führungsperson. Wenn diese die notwendigen sozialen Kompetenzen oder Persönlichkeitseigenschaften nicht mitbringt und nur nach Lehrbuch handelt, wird es schwer einen tiefgreifenden Kulturwandel zu erreichen.

Die digitale Transformation ist vor allem eine persönliche Transformation. Sie bedeutet stetiges Lernen, Weiterentwickeln und Wachsen.

7 elementare Schlüsselkompetenzen


Kommunikationsfähigkeit


Oft erwähnt und dennoch nicht weniger wichtig. Innovationskraft braucht den zwischenmenschlichen Austausch. Als digital Leader nehmen Sie zusätzlich die Rolle als Coach ein. Allein für diesen ist eine klare, wertschätzende und zielführende Kommunikation notwendig. Die Kommunikationsfähigkeit, das Anwenden der einzelnen Techniken, helfen Probleme zu erkennen und Motivation zu erzeugen.


Lernbereitschaft


Da ist sie wieder… Die Fehlerkultur. Klar, die legt die Organisation fest. Ob direkt formuliert oder indirekt gelebt ist an dieser Stelle egal. Sie als Führungskraft fungieren als Vorbild. Die permanente Weiterentwicklung, sei es durch das Erlernen neuer Kompetenzen oder das Lernen aus den Fehlern, ist Grundlage für den Change Prozess.


Flexibilität


Aufbauend auf die Lernbereitschaft und eine gesunde Fehlerkultur stützt sich die Flexibilität. Wenn Sie auf dem begonnenen Weg nicht weiter kommen, biegen Sie ab. Lernen Sie aus Ihren Fehlern und entwickeln Sie flexibel neue Möglichkeiten. Kommen Sie mit Ihrem Team, mit der geplanten Strategie nicht weiter, dann entwerfen Sie einfach eine neue. Halten Sie nicht zu lang an geplanten Abfolgen fest, wenn diese Ihr Ziel verfehlen.


Empathie


Meiner Meinung nach, ist das Einfühlungsvermögen eine der schwierigsten zu entwickelnden Persönlichkeitseigenschaften. An ihr hängen viele tief verankerte Charakterzüge, wie der Selbstwert und der Blick auf die Welt. Dennoch ist die Fähigkeit sich in die emotionale Situation der Teammitglieder hineinzuversetzen die Basis für das Vertrauen zu Ihnen als Führungskraft. Empathie ist Menschlichkeit. Durch eine empathische Kommunikation und Führung fühlen sich Ihre Mitarbeiter*innen und Kund*innen wahrgenommen. Und dies erzeugt eine hohe Bindung und erweckt unerwartete Kräfte.


Neugier/ Innovationsgeist


Die digitale Transformation ist kein starrer 5-jahres Plan, den Sie Schritt für Schritt abarbeiten können. Die neue Arbeitswelt und die Anforderungen der Kund*innen sind schnelllebig. Wollen Sie Vorreiter werden oder bleiben brauchen Sie eine große Portion Neugier. Gehen Sie neue Wege, versuchen Sie unkonventionelle Methoden und entdecken Sie Ihr Produkt durch eine neue Brille. Es bedarf natürlich einer Portion Mut die gut funktionierenden und etablierten Prozesse zu durchbrechen. Dennoch – ohne diesen Innovationsgeist früherer Generationen säßen wir vielleicht heute noch ohne Licht im Dunkeln.


Selbstbewusstsein


Führung im New Work Sinne ist nicht das Ausleben von Macht, weil die Position es mit sich bringt und man ja so eine hochqualifizierte Fachkraft ist. Es ist vielmehr das Wissen um die eigene Person. Es geht darum, die Stärken für das Team, das Unternehmen und sich sinnstiftend einzubringen. Es geht darum, die Schwächen nicht durch Machtspiele zu verdecken. Sondern es geht darum, sich dieser bewusst zu sein. Schwächen machen Sie menschlich und nahbar. Das erzeugt wiederum Sympathie und es wird Ihren Mitarbeiter*innen viel leichter fallen mit Ihnen an dem großen Ganzen zu arbeiten. Lernen Sie sich kennen und stehen Sie zu Ihren Schwächen. Wandeln Sie diese in Ihrem Mindset in Ressourcen um und nutzen Sie verborgene Potentiale. Der offene Umgang mit kleinen Makeln im Charakter erfordert Mut und schafft Anerkennung.
Selbstbewusstsein bedeutet auch die eigenen Grenzen zu kennen. Leben Sie Achtsamkeit vor. Dies ist nicht nur Mehrwert für Sie und Ihre Gesundheit, sondern motiviert auch Ihr Team zum selbstbewussten Umgang mit den eigenen Kräften.


Selbstvertrauen

Es lässt sich schwer definieren, welches der beiden Eigenschaften tiefer verankert ist. Klar ist das Selbstvertrauen direkt an das Selbstbewusstsein gekettet. Die Menschen mit einem scheinbar nicht enden wollenden Selbstvertrauen werden auch gern als arrogante Poser wahrgenommen. Wie so oft trügt auch bei diesen Menschen gern der Schein. Wahres Selbstvertrauen muss nicht zwingend nach außen getragen werden. Es ist vielmehr der Glaube an sich selbst und die Fähigkeit auch über sich hinaus zu wachsen. Es ist der sichere Boden auf dem man steht. Für den Wandel der Unternehmenskultur bedarf es einer ordentlichen Portion Mut. Es können und werden Dinge nicht so laufen, wie Sie sich das vorgestellt haben. Sie werden hinfallen. Doch hier heißt es, wieder aufzustehen mit dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten.
Wie soll Ihnen denn Ihr Team vertrauen, wenn Sie es nicht bei sich selbst schaffen?


Ich habe im Laufe meiner Tätigkeit noch keinen Menschen kennengelernt, der einen solch hohen Reifegrad erlangt hat, dass eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit nicht möglich war. Mit der richtigen Motivation ist Veränderung für jeden möglich. Auch wenn es nur eine kleine Stellschraube ist, an der Sie arbeiten. Die meisten der Eigenschaften und Kompetenzen hängen zusammen. Stärken Sie ihr Selbstvertrauen und verändern Sie die Einstellung zu Ihren Schwächen, wird dies automatisch in dem Umgang mit Fehlern und letztendlich auch in Ihrem Kommunikationsverhalten sichtbar.

Es ist nicht das Lernen und Anwenden von Methoden. Die Arbeit am Charakter ist anstrengend und manchmal auch schmerzhaft. Sie kann nicht in einem 5-tages -Training vermittelt werden. Sie verlangt über einen längeren Zeitraum ein gutes Stück Aufmerksamkeit. Bis Sie neues Verhalten oder Einstellungen etabliert haben dauert es Wochen.
Aber es lohnt sich. Es lohnt sich für Ihr Unternehmen und Ihr Team. Es lohnt sich in allererster Linie jedoch für Sie selbst.

 

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