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Über mich



Ich wollte nie „Lehrer“ werden. Ich wollte die Welt erobern und in der Werbung erfolgreich werden. Eine Villa am Strand und ein spannendes Leben in der bunten Marketingwelt. Das war mein Traum und auch das Ziel meines Studiums. Kommunikationswissenschaften, Psychologie und die Interkulturelle Wirtschaftskommunikation sollten die Grundpfeiler bilden.

Naja und dann kam eben das Leben. Erst die Liebe und dann Leben im Doppelpack.
Und so schnell wurde aus New York Jena. Heute sind die beiden Gründe, die gegen New York sprachen 10 und 11 Jahre alt und die beste Entscheidung meines Lebens.

Und so schnell wurde aus New York Jena.


Den Ausflug in das Marketing habe ich dennoch gewagt. Einige Jobs nach dem Studium gaben einen Einblick in die Realität der „bunten“ Marketingwelt. Geerdet von gezügelter Kreativität und im Zaum gehaltenen Visionen meiner Chefs, entschied ich mich einen neuen Weg zu gehen.

Bereits im Studium hat mich der Gedanke der Trainertätigkeit gereizt. Die Ausbildung dazu gab es ja eh inklusive. Also warum nicht einmal etwas ganz „Fremdes“ wagen?
 „Aber ich bin doch nicht der Typ Mensch, der die ganze Zeit im Mittelpunkt steht.“
Gut, diese Eigenschaft war nicht optimal.
Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Im Angestelltenverhältnis hatte ich schließlich schon oft Situationen, in denen ich Menschen geschult habe.
Also habe ich allen Mut zusammen gesammelt und bin 2013 in das Abenteuer „Gesine goes Softskilltraining“ gestartet.

Klar, die ersten Versuche waren holperig. Die Methoden sehr eindimensional und ich der klassische Power Point Junkie. Hauptsache an irgendetwas klammern können, das mir Halt gibt. Und in einer Menge fremder Menschen mit hohen Erwartungen, war das nun einmal mein Laptop mit der liebevoll gestalteten Power Point.


Klar, die ersten Versuche waren holperig. Die Methoden sehr eindimensional und ich der klassische Power Point Junkie.


Und dann geschah etwas Merkwürdiges.
Die Teilnehmer*innen fanden meine Trainings gut. Also befreite ich mich von meinem Laptop und den Power Points und hörte hin. Ich begab mich in den Prozess Training/ Coaching.


Und so schnell wurde aus dem Versuch eine Berufung. Ich lernte die Situation Menschen bei ihrer Weiterentwicklung helfen zu können lieben. Die entgegengebrachte Aufmerksamkeit konnte ich in Mehrwert wandeln. Und das Beste: Die Kreativität, die ich im Marketing suchte, kann ich in der Weiterbildung ausleben. Immer neue individuelle Konzepte erarbeiten, die auf die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden, haben hier sehr dankbare Empfänger und ich ein direktes Feedback.



Diese rosarote Trainingswelt zeigte jedoch schnell ihre Schattenseiten. Als Trainerin reist man viel. Und das auch gern weit. Diese Woche Stuttgart, nächste Woche Berlin und so weiter. Die regional unterschiedlichen Mentalitäten kennenzulernen, sind immer wieder spannend.
Der Abschied Sonntag abends von meinen drei Männern ist es jedoch so gar nicht. Und die zwei Minuten, die ich morgens beim Aufwachen im Hotel brauche, um mich zu orientieren, sind es auch nicht.
Mittlerweile haben wir einen Ausgleich gefunden, mit denen alle leben können. Die Abschiede bleiben schwer. Und für die morgendliche Desorientierung im Hotel habe ich auch noch keine Lösung gefunden.


Ich liebe den Reiz des Neuen. Daher bin auch ich in einem stetigen Lernprozess und weiß somit genau, wie schwer so eine Reise in Richtung Persönlichkeitsentwicklung sein kann. Ich war gierig nach Wissen und aus dem anfänglichen klassischen Kommunikationstraining entstand schnell ein breites Portfolio. Und so werden zum Beispiel die Techniken eines Verkaufstrainings Teil der Führungskräfteschulungen. Eigentlich ganz nahe liegend. Schließlich muss ich auch als Führungskraft Menschen überzeugen und begeistern können.

Und so werden zum Beispiel die Techniken eines Verkaufstrainings Teil der Führungskräfteschulungen.


Die intensive Arbeit mit Menschen erfüllt mich. Dabei ist es egal, in welcher Position oder mit welcher Tätigkeit. Jede*r hat Potentiale, von denen man oft noch nichts weiß. Genau diese zu wecken, ist mein Antrieb.
Antrieb ist natürlich auch der faire Verdienst. Den sucht man in meinem Ursprungstraumjob vergeblich. Zumindest, wenn man nicht in New York arbeitet.
Und der mittlerweile routinierte Wechsel zwischen Konzeptarbeit im Homeoffice und Inhouse-Trainings beim Kunden, ermöglicht es mir die Orientierung zu Hause nicht zu verlieren.

Ständig neue Herausforderungen zu meistern gehören genauso dazu, wie fast zu verzweifeln, weil man doch nun zum zehnten Mal erklärt hat, warum Druck als Führungsmethode ein denkbar schlechter Motivator ist. Und am Ende wird trotzdem wieder darauf zurückgegriffen. „Weil es doch funktioniert.“

Wenn durch das Coaching die Probleme des Teams erst so richtig sichtbar werden und sie dadurch Aufmerksamkeit von allen Seiten bekommen…
Wenn aus einer scheinbar entspannten Arbeitsatmosphäre erst einmal Streit entsteht und sich die Parteien Vorwürfe um die Ohren hauen…
Wenn der knappe Seminarplan wegen Spannungen in der Gruppe unterbrochen werden muss, um diese zu lösen…
…, dann sind das Situationen, die mir deutlich meine Grenzen zeigen.

Ich fahre seit 3 Jahren Enduro. Ich stürze mich also mit einem Mountainbike einen steilen, kurvigen Berg herunter.
Wenn man in diesem Sport jedoch eines lernt, dann ist es, über seine Grenzen zu gehen. Wie oft stand ich vor einer schwierigen Passage und dachte: „ das schaffst du nie“. Es dann, nach viel Zuspruch meines Partners, doch geschafft zu haben, ist ein unglaubliches Gefühl.

Also bearbeite ich die im Coaching entstandenen Probleme im Team, indem wir uns die einzelnen Bedürfnisse anschauen.
Der aufgewühlte Streit, wird dazu genutzt, die Techniken der gewaltfreien Kommunikation anzuwenden.
Und der Gruppenkonflikt hilft schließlich den Teilnehmer*innen zu verstehen, dass wir alle eine unterschiedliche Wahrnehmung haben, die schnell zu Fehlinterpretationen führen kann.



Doch letztendlich: Meist lohnt sich das dran bleiben. Beim Enduro fahren und vor allem bei meiner Arbeit.

Es sind die Momente, wenn Frau Konrad total verblüfft auf mich zukommt, weil sie die empfohlene Kommunikationstechnik ausprobiert und es wirklich funktioniert hat.
Es sind die Situationen, wenn sich im Coaching der Konflikt mit den Mitarbeitern klar zeichnen lässt, ein erstes wirkliches Verständnis entsteht und durch dieses ein Zuhören möglich macht.
Es sind die Menschen, die vollkommen skeptisch ein Coaching beginnen und am Ende voller Tatendrang an ihre Arbeit wollen, um die neuen Erkenntnisse auszuprobieren.
Es ist das Wachsen der Teilnehmer, das mich morgens gern aufstehen lässt.









Photo by Tom Crew on Unsplash

Da man allein nur halb so gut ist, wie im Team und auch ich (trotz Enduro) meine Grenzen kenne, möchte ich hier gern engagierte Kollegen und Kolleginnen empfehlen.


Fachkollegen:

Nicole Freckmann – Mediatorin und Supervisorin (Hamburg)